‚Schwarze Stunden‘ und ‚goldene Zeiten‘ – Europäische Städteschicksale. Drei Fallstudien

In diesem von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ geförderten Projekt wurden im Jahr 2008 von Student*innen und Lehrer*innen Unterrichtsmaterialien zur Geschichte von drei Kulturhauptstädten angefertigt und online zur Verfügung gestellt.

Städteschicksale eröffnen durch ihre Vielfalt und Vielschichtigkeit einerseits und durch ihre Vernetzungen und Gemeinsamkeiten europäischer Kultur und Geschichte andererseits eine besonders interessante Form der Annäherung an die Geschichte Europas. In ihnen können historische Entwicklungen und Ereignisse prismatisch eingefangen werden. Aus dieser Idee heraus entwickelte das Projekt ein Städtekaleidoskop ausgewählter europäischer Kulturhauptstädte (Essen, Krakau, Vilnius). Zu ihrer Geschichte wurden Unterrichtseinheiten erstellt, die bis 2024 auf einer mehrsprachigen Website präsentiert wurden. Damit sollte sowohl eine Annäherung an die Vielfalt europäischer Geschichte als auch ein Einblick in die Konfliktträchtigkeit anhand der multiperspektivischen Darstellungen mit dem Ziel ermöglicht werden, die europäische Geschichte offen und pluralistisch zu schreiben, ohne derzeitige nationale Grenzen in den Mittelpunkt zu stellen.

Jede Stadt wurde dabei auf dieser Website in ihren schwersten Situationen – den „schwarzen Stunden“ – und in ihrer „höchsten Blüte“ – den „goldenen Zeiten“ – jeweils mit fünf Themen vorgestellt. Ausgewählt wurden beispielsweise Themen wie „Bildung“, „Migration“ oder „Alltagsgeschichte“. Diese wurden durch einen informativen Autorentext, authentischem Quellenmaterial und mit entsprechenden Aufgabenstellungen dargestellt.

Kooperationspartner für das Pilotprojekt:

  • Krystyna Zaufal / Halina Wesołowska, Małopolskie Centrum Doskonalenia Nauczycieli (MCDN) mit Studentengruppe der Universität Krakau
  • Dr. Arunas Vysniauskas, Geschichtsfakultät der Universität Vilnius mit Studentengruppe der Universität Vilnius
  • Weitere Projektinformationen

    Projektlaufzeit

    • 2008

    Finanzierung

    • Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ der Geschichtswerkstatt Europa

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